Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

Strickschrift falsch gelesen

Da hatte ich mir was vorgenommen. Zum ersten Mal wollte ich anhand einer richtigen Strickschrift stricken. Einen bezogenen Bilderrahmen. Ich hatte gedacht, ein Bilderrahmen kann ja nicht so schwer sein. Sieht hübsch aus, aber die Reihen sind nicht so lang wie bei einem Pullover zum Beispiel. Also Bilderrahmen. Die Anleitung hatte ich über die bewährte Google-Suche gefunden und zwar bei zuhausewohnen.de, und die hatte mich darauf vorbereitet, dass ich sowohl Zöpfe als auch Noppen stricken müssen würde. Zöpfe hatte ich schon mal geübt, aber Noppen waren mir neu. Zum Glück hatte die Anleitung auch daran gedacht und das Vorgehen erklärt: Aus einer Masche fünf Maschen stricken. Klingt komisch, geht aber zum Beispiel so: Eine Masche stricken, die Masche auf der linken Nadel lassen, einen Umschlag, eine Masche durch die gleiche Masche stricken, einen Umschlag, noch eine Masche durch die gleiche Masche stricken – sind genau fünf Maschen. Das Strickstück drehen, die fünf Maschen rechts stricken, das Strickstück noch einmal drehen, die fünf Maschen links stricken und vier Maschen über die erste ziehen. Es entsteht: ein dicker Böppel, unsere Noppe. Es bleibt: eine Masche. Perfekt.

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Rucke di guh, ich such‘ die schönsten Schuh‘

gestrickte-babyschuhe-sammlungBabys sind ja zunächst mal vor allem süß. Aber auch sie haben Füße. Klitzekleine, süße Füße, die genau so kalt werden können wie große Füße. Man könnte fast meinen, ich sei auf Füße fixiert, weil ich ständig irgendwelche Schuhe stricke – aber das ist nicht so. Erstens sind Schuhe, insbesondere Schühchen, sehr schnell gestrickt. Das kommt meinem ungeduldigen Wesen entgegen.

Und zweitens ist es eine besonders knifflige Aufgabe, eine einfache Anleitung für schöne Schühchen zu finden. Schwierig und schön gibt es wie Sand am mehr. Einfach und hässlich auch. Schwierig und hässlich habe ich mir gar nicht erst angeschaut. Aber einfach und schön? Gar nicht mal so leicht. Ja, dann denk dir doch selbst was aus, du alte Meckerziege! Könnte man denken. Problem: Dafür müsste man ja stricken können. Also richtig gut. Kann ich nicht. Also meckern. Oder halt suchen.

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Gefüllte Taschen

Nachdem ich den fünfzackigen Stern erfolgreich in die ansonsten glatt rechts gestrickten Maschen eingearbeitet hatte, gab es an meinem Raglan-Pullover wieder nur rechte Maschen. Also war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. In einem meiner Strickbücher hatte ich etwas Hübsches gesehen! Eine Tasche, die nicht aufgenäht, sondern eingestrickt war. Auf dem Fotos war die Tasche in einer anderen Farbe gestrickt worden als der Hauptteil, so dass sie aussah wie gefüttert. Verzaubert davon habe ich zunächst mal einen Test gestrickt. Und siehe da: Erfolgreich!

tasche-probiert

Hier sieht es zwar ein bisschen aus wie ein zahnloses Krokodil, aber der Zweck war erfüllt. Man strickt also ganz normal sein Strickstück von unten nach oben. Wenn man dann an der Stelle angekommen ist, wo die Tasche sein soll, geht es los.

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Kriegt der Sterne?

Mein Raglan-Pullover-Abenteuer hatte sehr aufregend begonnen, weil ich zunächst nicht wusste, was ich da überhaupt mache und welche Masche hinterher an welcher Stelle des Pullovers platziert sein würde. Daher hatte ich mich entschieden, von allem das einfachste zu stricken, um jeden Schritt verstehen zu können: Also 1 linke Masche für die Raglan-Linie, ansonsten glatt rechts in Runden. Vom Spannungsgrad also wohl vergleichbar mit … ach, seht selbst!

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Pull-Over-Kill

Hatte ich schon erzählt, dass ich einen Pullover stricke? Ich stricke einen Pullover. Ich wollte unbedingt einen Pullover in einem Stück stricken, ohne Nähte. Raglan von oben. Die Anleitung habe ich von Elena (www.raglanvonoben.com) übernommen und mich entschieden, beim ersten Versuch eine Raglan-Linie zu stricken, die nur eine Masche breit ist, und ansonsten glatt rechts, damit ich erstmal verstehe, was ich da überhaupt mache, bevor ich mich in irgendwelchen komplexeren Übungen verstricke. Haha. Verstricke.

Es ist also so, dass man ein paar Sachen verstehen muss. Es gibt eine Stadt in Neuseeland, die heißt Raglan. Um die geht es nicht.

Es gibt die sogenannte Raglan-Linie, benannt nach dem einarmigen Lord Raglan, der schräg angesetzte Ärmel besser anziehen konnte, wie ich unser aller Lieblingsenzyklopädie Wikipedia entnehmen durfte. Jeder kennt Raglan-Linien, aber keiner weiß, dass sie so heißen. Ich hatte allein mindestens vier Pullover im Schrank, die Raglan-Linien aufwiesen. Gemeint sind auf jeden Fall die Linien, die vom Halsausschnitt bis zur Achsel führen. Und die Logik will es, dass der Ärmel und auch der Rumpfteil je nach Länge der Raglan-Linie weiter oder weniger weit wird.

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