Die Inspiration ist ein Labrador

Textiletiketten zum Einnähen

Wenn es etwas gibt, was man sich von Hunden abschauen kann, ist es vielleicht – neben innigster Liebe und bedingungsloser Treue den Menschen gegenüber, die ihn füttern – immer ein kleines Souvenir zu hinterlassen, wo auch immer man gewesen ist. Revier markieren heißt es dort, Namen draufschreiben hier.

Und während unser verliebter Nachbarslabrador mal wieder verträumt unserer anspruchsvollen, französischen Hütehündin ans Bein pinkelte, dachte ich also an textile Namensschildchen zum Einnähen. Diese Schildchen, die der kleine Jeremy-Frederick hinten in seinem Kapuzenpulli trägt, mit seinem Namen drauf, damit die großen Jungs in der Umkleide auch wissen, wen sie da am Pullover an den Garderobenhaken hängen. Oder damit die kleine Lisa weiß, an wen sie ihren Liebesbrief adressieren muss. Wie auch immer das Schildchen verwendet werden würde, es wäre bestimmt spitze.

Wäre doch schön, wenn die zukünftig von meiner Strickgunst (oder Kunst!) bedachten Menschen sich auch in hundert Jahren noch daran erinnern würden, wer die Sachen verbrochen hat. Die Entscheidung war also gefallen.Textiletiketten müssen her. Google muss her. Nach einem kurzen Preis- und Leistungsvergleich habe ich mich für Textiletiketten von Dortex entschieden. Außerdem im Rennen waren Namensbänder von namensbaender.de und Schildchen von Nominette. Am Ende gewann Dortex. Weil.

Da habe ich also 50 Schildchen bestellt, und gleich dazu eine entsprechende Anzahl der einzigartigen Namensschildchenbefestigung namens NameFix. Hat sich für Stricksachen als recht untauglich erwiesen. Namefix neigt nämlich dazu, einfach durch die Maschen durchzurutschen. Und sieht ein bisschen hässlich aus. Für Nähsachen bestimmt sehr geeignet, wenn die Optik egal ist. Für Stricksachen nicht. Hätte man wissen können. Wusste man nicht.

Die Schildchen kamen dann also per Post, viel früher als erwartet. Sehr gut. Ausgepackt, angeguckt, wieder eingepackt. Und darüber nachgedacht, wie nützlich doch ein Vorstellungsvermögen wäre, das es ermöglichen würde, Größenverhältnisse anhand abstrakter Millimeterangaben zu erschließen. Ein Vorstellungsvermögen, das Alarm schlägt, wenn das Schildchen ein Schild wird. Und das Schild eine Fahne. Die Textiletiketten waren schon so geliefert worden wie bestellt, handwerklich 1A. Vermutlich fällt das in die Rubrik „Bestellfehler“. Ich werde die Etiketten trotzdem benutzen. Vielleicht nicht unbedingt für die kleinen Babysachen, da wirken die Proportionen noch humoristischer. Aber für normal große Sachen oder Accessoires geht es schon. Und beim nächsten Mal einfach: Darf’s ein bisschen weniger sein?

Lehre des Tages: Manchmal lohnt es sich, Abmessungen einfach mal aufzumalen. Und wichtig – wie bei der Maschenprobe: Glauben, was man sieht. Was groß aussieht, ist wahrscheinlich auch am Ende noch groß. Ist aber nicht schlimm, finde ich. Freue mich trotzdem über meine Schildchen. Ach so, und: Braucht jemand 50 Stück Namefix? Ungebraucht und kostengünstig in treue Hände abzugeben. Eure Liesl!

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