Schön gerahmt ist halb gemalt

Da hatte ich mir wieder was vorgenommen. Etwas Schwieriges sollte es sein, aber etwas, das mir machbar erschien. In einem Buch hatte ich einen gestrickten Bilderrahmen gesehen. Das Buch besaß ich nicht, aber sowas wollte ich machen. Also fragte ich meinen Freund Google, der in solchen Sachen immer schnell eine Lösung anbieten kann, nach einer Anleitung. Naja, also, Freund… wie das halt manchmal so ist. Eine Hand wäscht die andere. Google weiß alles über mich, dafür kriege ich, was ich suche. Irgendwie fair, aber irgendwie auch… zurück zu den Bilderrahmen. Meine Google-Suche war erfolgreich und bot mir direkt als ersten Treffer eine ganz hübsche, kostenlose Anleitung an. Das brauchte ich. Graue Wolle hatte ich noch, sogar fast genau die Farbe wie in der Abbildung. IMG_3738Voller Tatendrang strickte ich los. Eine Maschenprobe sparte ich mir diesmal. Es war im Prinzip egal, wie groß das Ergebnis werden würde – solange es ein Bilderrahmen wurde. Nach einem schmerzhaften Neuanlauf, bei dem ich aber immerhin gelernt habe, wie man Strickschriften liest, ging es dann prima von der Hand. Neu waren die Noppen, da reichte aber schon eine Trockenübung, dann klappten auch die. Bei den Ecken musste man sich ein bisschen konzentrieren, aber wenn man strikt nach Anleitung vorging, konnte eigentlich nichts schiefgehen. Es ging trotzdem jede Menge schief, aber Reihen aufribbeln und neu stricken ist ja irgendwie auch schön. Diese Demut. Diese Herausforderung an die persönliche Geduld. Einfach schön. Irgendwann hatte ich das Muster sogar fast auswändig drauf. Also, immerhin so auswändig, dass ich am Anfang einer Reihe so eine grobe Ahnung hatte, was jetzt kommt. Da fällt mir ein:

Liesl Strick-Service-Tipp: Die Reihen, die man schon gestrickt hat, markieren! Hilft!

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Du alte Lampe!

Im Januar waren wir in Wien im Hotel 25hours untergebracht. Leider nur eine Nacht, aber für eine kurze Inspiration hat es gereicht. Unser Zimmer, sehr stylish eingerichtet, verfügte neben Gucklöchern ins Badezimmer außerdem über eine wunderbare gestrickte Hängelampe. Noch schöner als der Lampenschirm selbst waren eigentlich die Schatten, die durch die Maschen an die Wand geworfen wurden. In meinem Kinderzimmer habe ich früher gerne die Astlöcher in der vertäfelten Decke studiert. Das hier war ähnlich.

lampe-wien

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iSchön!

Nachdem ich seit den Socken noch kein Teil fabriziert hatte, das man tatsächlich auch verwenden würde können, entschloss ich mich für ein kleineres Projekt, an dessen Ende ein alltagstaugliches Accessoire stehen sollte. Eine Handyhülle. Einerseits wollte ich das Thema Intarsienstricken (so heißt es nämlich in schlau, wenn man andersfarbige Motive in eine Fläche einstricken will) nach meinem, sagen wir mal, holprigen Versuch noch einmal aufnehmen. zaehlraster-applelogoUnd zweitens hatte ich ein Strickmuster für das Apple-Logo gefunden, das mir machbar und schick erschien.

Leider hatte ich nur kein Strickmuster für eine iPhone-Hülle gefunden – also versuchte ich es auf eigene Faust. Erst die Maschenprobe, dann am lebenden Objekt. Der erste Versuch war, oh Wunder, deutlich zu groß. Der zweite Versuch passte dann – ein bisschen auf Spannung, damit das Handy am Ende nicht direkt wieder herausfällt. So weit, so gut.

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