Man ist nie zu klein, um schick zu sein

Was hängst du hier so rum?Stricken für Babys ist eines meiner Steckenpferde. Erstens: Die Teile sehen süß aus. Zweitens: Man hat sie in der Regel schnell fertig gestrickt. Drittens: Die Sachen werden immer und vielfach gebraucht. Viertens: Die Babys werden sich wohl kaum beschweren! Deswegen stricke ich wirklich sehr gerne für Babys – eine dankbare Aufgabe. Zuletzt habe ich versucht, einen Strampler nach Anleitung zu stricken. Nach meinem aufgeribbelten Raglan-Pullover und dem Baby-Pullunder für Euphoria war immer noch jede Menge dunkelblaue Wolle übrig.

Die Strickerei hat ganz gut geklappt, war ja auch nicht schwer: Rippchenmuster und glatt rechts. Das ging gut von der Hand, auch mein erster Versuch im Maschenaufstricken für die Verbindung der beiden Träger ging prima. Aber: Ich hatte anscheinend zu dicke Wolle genommen. Hätte ich meiner Maschneprobe geglaubt, wäre das so nicht passiert. So war der Babyanzug aber schnell so groß geworden, dass das Kind, das ihn hätte anziehen können, ihn nicht mehr hätte anziehen wollen. Obwohl: Das ist ja jetzt in. Dennoch: Ich habe den Strampler kurzerhand nach dem Oberteil zwei Runden enger gestrickt und dann abgekettet, so dass er noch wunderbar zum Beispiel als kleines Ballonkleidchen angezogen werden kann. Dazu später mehr – mein Ehrgeiz war aber geweckt.

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Bestricke deinen Nächsten wie dich selbst

Das ist Massimo, der marsmännchen-grüne Teddy mit Badehose in Hackfleisch-Optik. Massimo ist aber nicht nur ein gutaussehender Teddybär im besten Teddybären-Alter, sondern bald auch Trost-Teddy. Denn Massimo wird gespendet an den Trostteddy e.V., einen gemeinnützigen Verein, der mit Teddybär-Spenden Kindern hilft, die in eine Notsiuation geraten sind, die also zum Beispiel einen Unfall hatten, im Krankenhaus liegen oder einen Angehörigen verloren haben. Da kann ein tröstender Teddy ein treuer Begleiter werden. So wie Massimo.

Die Anleitung liefert der Trostteddy e.V. direkt mit – übrigens komplett kraus rechts gestrickt und wirklich extrem einfach nachzumachen. Und endlich weiß ich, was ich mache, wenn grade kein Verwandter, Freund, Kollege oder Neugeborenes bestrickt werden muss: Ich stricke für den guten Zweck!

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Rucke di guh, ich such‘ die schönsten Schuh‘

gestrickte-babyschuhe-sammlungBabys sind ja zunächst mal vor allem süß. Aber auch sie haben Füße. Klitzekleine, süße Füße, die genau so kalt werden können wie große Füße. Man könnte fast meinen, ich sei auf Füße fixiert, weil ich ständig irgendwelche Schuhe stricke – aber das ist nicht so. Erstens sind Schuhe, insbesondere Schühchen, sehr schnell gestrickt. Das kommt meinem ungeduldigen Wesen entgegen.

Und zweitens ist es eine besonders knifflige Aufgabe, eine einfache Anleitung für schöne Schühchen zu finden. Schwierig und schön gibt es wie Sand am mehr. Einfach und hässlich auch. Schwierig und hässlich habe ich mir gar nicht erst angeschaut. Aber einfach und schön? Gar nicht mal so leicht. Ja, dann denk dir doch selbst was aus, du alte Meckerziege! Könnte man denken. Problem: Dafür müsste man ja stricken können. Also richtig gut. Kann ich nicht. Also meckern. Oder halt suchen.

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Euphorias Sonntagsstück

Ein Mädchen namens Euphoria. Euphoria Müller. Euphoria. Klingt nach European Song Contest, wobei ich mich immer schon über Schweden gewundert habe. Tatsächlich war Euphoria aber der Arbeitstitel für das Kind einer Freundin, das inzwischen auf der Welt ist und einen viel schöneren Namen trägt, den ich hier aber nicht nennen werde. Aus Gründen.

Euphoria war aber auch der nächste Anlass, Babyklamotten zu stricken. Und zwar welche für ein Kind, das bei mir persönlich noch nicht vorstellig geworden ist. Und ein Kind, von dem ich zu jenem Zeitpunkt noch nicht wusste, ob es ein Mädchen oder ein Junge werden würde. Ohnehin frei von genderspezifischen Schubladen, habe ich mich für dunkelblau entschieden. Auch, weil ich noch dunkelblaue Wolle hatte. Aber vor allem wegen Gender.

Es sollte etwas Neutrales, aber Kindliches werden. Nicht zu verspielt, eher was für ein cooles Baby. Da meine Strickfähigkeiten noch nicht weit über glatt rechts und glatt links hinausgingen, hatte ich mich von anspruchsvolleren Ideen direkt wieder gelöst. Dank Ravelry und einigen weiteren Inspirationsquellen fiel die Wahl auf einen Pullunder (hier die Anleitung auf Deutsch). Da das Set um mindestens ebenso coole Babyschuhe ergänzt werden sollte, erschien mir das Mini-Tanktop irgendwie angebracht.

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